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Gerhard Grafoner
Kandidat für die Position des Schriftführers

Gerhard Grafoner

Strukturentwickler / Sportdirektor · Karate Vorarlberg

Im Gespräch · Gerhard Grafoner

Wer ist Gerhard Grafoner?

Gerhard Grafoner kennt den österreichischen Karatesport von innen. Er ist Sportdirektor bei Karate Vorarlberg und damit eine der Schlüsselfiguren in der westösterreichischen Karateszene. In dieser Funktion ist er seit vielen Jahren eng in die Entwicklung des Sports eingebunden, auf einer Ebene, auf der nicht über Sport gesprochen, sondern Sport täglich organisiert wird.

Was ihn auszeichnet, ist seine integrative Sichtweise: Es geht für ihn nicht nur um Organisation, sondern vor allem um das Zusammenspiel von Vereinen, Trainerinnen und Trainern, Athletinnen und Athleten und Partnern. Das ist die Perspektive eines Menschen, der gelernt hat, wie wichtig klare Abläufe und eine funktionierende Kommunikation für den täglichen Betrieb sind, und der genau diese Erfahrung in den Bundesverband einbringen will.

Karate-Hintergrund

Karate begleitet Gerhard Grafoner seit 1986, fast vier Jahrzehnte gelebte Praxis. Er hat selbst viele Jahre aktiv im Wettkampfkarate Erfahrungen gesammelt, national wie international.

Heute steht er als Trainer und Funktionär an der Seite der Sportlerinnen und Sportler und begleitet ihre Entwicklung. Karate ist für ihn dabei nicht nur Leistung, sondern auch Gemeinschaft und persönliche Entwicklung, eine Haltung, die das Karate-Dō im Kern beschreibt und die ein Karatefunktionär verkörpern muss.

Warum diese Kandidatur?

Seine Motivation ist klar:

„Meine Motivation ist es, meinen Beitrag zu leisten, damit der Bundesverband näher an den Vereinen und Landesverbänden arbeitet und Entscheidungen im Alltag besser spürbar werden."

Das ist eine bewusste Positionierung. Gerhard Grafoner sieht den Bundesverband nicht als ferne Zentrale, sondern als Dienstleister für die Vereine und Landesverbände. Dieser Perspektivwechsel (vom „Verband, der Entscheidungen trifft" zum „Verband, der Entscheidungen für die Praxis vorbereitet") ist genau das, was die Reform unseres Verbandes ausmacht.

Werte in der Zusammenarbeit

Gerhard Grafoner formuliert vier Werte, die für ihn die Zusammenarbeit prägen:

Respektvoller Umgang. In einem Verband mit unterschiedlichen Stilrichtungen, Generationen und Persönlichkeiten ist gegenseitiger Respekt die Grundvoraussetzung produktiver Arbeit.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Niemand steht über den anderen. Bundesverband, Landesverbände, Vereine und Aktive begegnen sich als Partner, nicht als Hierarchie.

Verlässlichkeit. Was zugesagt ist, wird gehalten. Auf Verlässlichkeit muss man sich blind verlassen können. Das ist die Voraussetzung für alle weitere Zusammenarbeit.

Klare Kommunikation. Dinge offen ansprechen, auch unbequeme. Wer schweigt, schafft Räume für Spekulation. Wer klar kommuniziert, schafft Vertrauen.

Daraus folgt sein wichtigster Grundsatz: Entscheidungen immer aus der Sicht des Sports, der Vereine und der Landesverbände zu denken, nie nur aus der Sicht der Verbandszentrale.

Beitrag als Schriftführer

Die Funktion des Schriftführers wird in vielen Verbänden unterschätzt. Zu Unrecht. Wer den Informationsfluss kontrolliert, prägt die Kultur eines Verbandes mehr als manche Vorstandsentscheidung.

Gerhard Grafoner sieht seine Aufgabe in zwei Punkten:

Klare Strukturen und verständliche Kommunikation. Informationen sollen dort ankommen, wo sie gebraucht werden, zeitgerecht und nachvollziehbar. Nicht nur an den engsten Kreis, sondern in der Breite des Verbandes.

Gut informierte Vereine und Landesverbände. Der Austausch im Verband soll einfacher und direkter werden. Wer informiert ist, kann mitgestalten. Wer nicht informiert ist, wird zum passiven Mitglied. Diese Differenz entscheidet über die Lebendigkeit eines Verbandes.