Technischer Leiter · Neuhofer Holz GmbH
Alexander Schachl gehört zu jenen Menschen, die selten in den Vordergrund treten, und gerade deshalb so wertvoll für eine Verbandsführung sind. Wer ihn kennt, weiß: Er liefert. Konsequent, präzise, ohne Aufhebens.
Beruflich ist er Technischer Leiter der Neuhofer Holz GmbH, einem oberösterreichischen Industrieunternehmen mit 250 Mitarbeitenden. In dieser Funktion verantwortet er sämtliche Maschinenprojekte über 1 Million Euro, die Bauprojekte des Unternehmens sowie die Produktionssoftware. Ein Verantwortungsbereich, in dem millionenschwere Investitionsentscheidungen anstehen, in dem Termine eingehalten werden müssen und in dem Fehler unmittelbar messbar werden, eine ideale Schule für die Rolle eines Rechnungsprüfers.
Zuvor war Alexander Schachl Technischer Leiter der NSP Panels in South Carolina (USA), einer Tochterfirma der Neuhofer Holz GmbH. In dieser Rolle war er für den Aufbau des amerikanischen Standorts verantwortlich, eine Erfahrung in internationalem Projektmanagement, Standortentwicklung und interkultureller Führung, die in dieser Tiefe bei wenigen ehrenamtlichen Funktionären zu finden ist.
Karate ist für Alexander Schachl seit 33 Jahren prägender Bestandteil seines Lebens, und zwar auf allen denkbaren Ebenen, vom Breitensport bis zum Leistungssport.
Sportlich: Er war Mitglied des österreichischen Nationalteams im Kata und nahm an Europameisterschaften teil. Auch heute steht er noch auf der Matte: Seit fünf Jahren tritt er in der Kategorie +35 Kata an. Wer mit Mitte vierzig noch international Kata startet, lebt seinen Sport, er beobachtet ihn nicht von außen.
Funktionärsmäßig: Er ist Stellvertretender Obmann des Karate USC Attergau sowie Vorstandsmitglied von Karate Oberösterreich (Schriftführer). Diese Doppelfunktion auf Vereins- und Landesebene hat ihm einen umfassenden Einblick in die Strukturen des österreichischen Karatesports gegeben: von der Organisation kleiner Vereinsabende bis zur Koordination von Landesmeisterschaften.
Alexander Schachl formuliert seine Motivation klar:
„Nach 33 Jahren Karate auf allen Ebenen ist es an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Da ich vom Breitensport bis zum Leistungssport alle Ebenen durchlaufen habe, denke ich, dass ich einen Input in das Karate in Österreich liefern kann."
Bemerkenswert ist seine Selbstverortung: Er möchte sich nicht nur als Rechnungsprüfer einbringen, sondern auch als Inputgeber mit Erfahrung aus anderen Bereichen. Dabei zieht er gleichzeitig eine klare Linie: „Rechnungsprüfer dürfen aus meiner Sicht nicht aktiv in das Geschehen eingreifen, außer beratend."
Diese saubere Trennung zwischen Kontrollfunktion und Beratungsangebot zeigt, dass er die Rolle versteht. Die Rechnungsprüfung darf nicht zur Schattenführung werden, aber sie kann und soll konstruktiv beitragen, wo die Erfahrung eines Wirtschaftsmanagers gebraucht wird.
Vier Prinzipien sind Alexander Schachl in der Zusammenarbeit besonders wichtig:
Handschlagqualität. Was ausgemacht ist, wird gehalten. In einem Verband, in dem Zusagen oft mündlich erfolgen, ist das ein zentraler Wert.
Effizientes Arbeiten. Aus seiner Berufspraxis weiß er, was es heißt, mit knappen Ressourcen Maximum zu erreichen. Diese Einstellung bringt er auch ehrenamtlich ein.
Teamorientierung. Wer große Investitionsprojekte stemmt, weiß: Allein geht nichts. Gleiches gilt für die Verbandsarbeit.
Miteinander. Ein einfacher Wert mit großer Wirkung. Wo Miteinander gelebt wird, entstehen Lösungen. Wo es fehlt, entstehen Probleme.
Alexander Schachl versteht sich als Kontrollpunkt für das gesamte Verbandsjahr, nicht als jemand, der erst bei der Generalversammlung mit Vorschlägen kommt, sondern als jemand, der korrigierend im Vorfeld mitwirkt. Diese Sichtweise ist programmatisch wichtig: Eine Rechnungsprüfung, die nur ex post arbeitet, kann Fehler nur dokumentieren, nicht verhindern. Eine Rechnungsprüfung, die kontinuierlich begleitet, kann Probleme vermeiden, bevor sie entstehen.
In seinem beruflichen Kontext ist er sehr oft mit Budget, Ergebnis und Kalkulation beschäftigt. Diese Erfahrung aus der Wirtschaft (gepaart mit der Vertrautheit mit den Verbandsstrukturen aus seiner Funktionärslaufbahn) ergibt eine Kombination, die in der Rechnungsprüfung selten in dieser Tiefe verfügbar ist.