Notarin · Wels I
Melanie Klausberger steht für eine seltene Verbindung von juristischer Präzision, unternehmerischem Denken und tiefer Verwurzelung im österreichischen Karate. Als Notarin an der Amtsstelle Wels I gehört sie zu jener Berufsgruppe, deren tägliche Arbeit auf den Säulen ruht, die auch eine moderne Verbandsführung tragen muss: Klarheit, Vertrauen, Rechtssicherheit und Beständigkeit.
Vor ihrer Zeit als Notarin war sie seit 2010 Notariatskandidatin in Oberösterreich (Grein und Perg) und davor Rechtsanwaltsanwärterin in renommierten Wirtschaftskanzleien. Ihre akademische Ausbildung führte sie an die Paris-Lodron-Universität Salzburg, wo sie das Studium der Rechtswissenschaften absolvierte, gefolgt von einem Master-Studium an der Universität Wien. Zusatzqualifikationen erwarb sie mit dem renommierten Manz-Lehrgang Corporate Law/M&A sowie einem Mediations-Lehrgang. Letzterer ist ein wesentlicher Baustein für die Fähigkeit, in komplexen Verhandlungssituationen tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Karate ist für Melanie Klausberger seit dem Jahr 2000 fester Bestandteil ihres Lebens, mehr als 25 Jahre konsequente, aktive Praxis. Sie ist seit dieser Zeit Mitglied des Vereins Karate-do Wels Schwanenstadt, einem der traditionsreichen Karatevereine Oberösterreichs.
Über die rein sportliche Praxis hinaus engagiert sie sich als Trainerin der Unter- und Oberstufe in Wels. Wer selbst trainiert hat, weiß: Trainerinnen und Trainer prägen Generationen junger Karateka. Sie sind die ersten Botschafterinnen der Werte, die unser Sport vermittelt: Disziplin, Respekt, Beharrlichkeit. Diese Praxis aus erster Hand ist es, die Melanie Klausbergers Blick auf den Verband vom Schreibtisch in den Trainingsraum hineinzieht.
„Mit transparenter Führung die österreichischen Karateka und Vereine zusammenführen, um den Karatesport gemeinsam in die Zukunft zu führen."
Melanie Klausberger formuliert ihre Beweggründe in drei klaren Bewegungen:
Veränderung herbeiführen. Es geht nicht um kosmetische Korrekturen, sondern um nachhaltige Impulse für die Strukturen des Verbandes, Strukturen, die in den vergangenen Jahren erkennbar an ihre Grenzen gekommen sind.
Spitzen- und Breitensport gleichermaßen stärken. Karate Austria muss optimale Voraussetzungen schaffen, damit sowohl Leistungen im Spitzensport als auch Engagement im Breitensport wachsen können. Die beiden Bereiche sind keine Konkurrenten. Sie sind Geschwister, die voneinander leben.
Modernisieren und zusammenführen. Der österreichische Karateverband muss organisatorisch, technologisch und kulturell ins 21. Jahrhundert geführt werden. Mit transparenter Führung sollen die rund 200 Vereine und ihre Mitglieder wieder zusammengeführt werden: als Gemeinschaft, die ihren gemeinsamen Weg in die Zukunft gestaltet.
Drei Prinzipien sind Melanie Klausberger in der Zusammenarbeit besonders wichtig:
Respektvoller Umgang miteinander. In einem Verband, in dem unterschiedliche Stilrichtungen, Generationen und Persönlichkeiten zusammenkommen, ist Respekt keine bloße Höflichkeitsformel. Er ist die Voraussetzung dafür, dass aus Vielfalt Stärke wird statt Streit.
Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das ist zutiefst karatekisch gedacht. Wer im Karate trainiert, weiß, dass es nicht primär um Technik geht, sondern um die Schule des Charakters. Diesen Anspruch trägt Melanie Klausberger auch in die Verbandsarbeit hinein: die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten, ist Voraussetzung für jede ernsthafte Veränderungsarbeit.
Beharrlichkeit und Stetigkeit. Verbandsarbeit ist Marathon, kein Sprint. Wer schnelle Effekte will, ist hier falsch. Wer aber bereit ist, dranzubleiben, kontinuierlich zu arbeiten und auch Rückschläge zu verkraften, kann Strukturen nachhaltig verändern.
In ihrer Rolle als 1. Vizepräsidentin sieht sich Melanie Klausberger an mehreren strategischen Schnittstellen gleichzeitig:
Unterstützung des Präsidenten. Ein moderner Vorstand funktioniert als Team. Die 1. Vizepräsidentin ist nicht Repräsentationsfigur, sondern aktive Mitgestalterin: sie entlastet den Präsidenten, vertritt ihn, wenn nötig, und bringt eigenständige Akzente ein.
Schnittstelle zwischen Personal, Funktionären und Vorstand. Das ist die anspruchsvollste Aufgabe und zugleich die unsichtbarste. Wer mehrere Welten miteinander verbindet (die hauptamtlichen Mitarbeiter, die ehrenamtlichen Funktionäre, die Vorstandsebene), schafft jene Reibungslosigkeit, ohne die ein Verband nur mit halber Kraft fährt.
Strategische Weiterentwicklung des Sports. Strategie heißt: Heute Entscheidungen treffen, deren Wirkungen in fünf, zehn, fünfzehn Jahren spürbar werden. Wo soll Karate Austria 2035 stehen? Welche Wettkampfformate werden relevant sein? Welche Athletenkarrieren wollen wir ermöglichen? Diese Fragen brauchen jemanden, der sie systematisch durchdenkt.
Koordination mit den Landesverbänden. Die neun Landesverbände sind das Rückgrat von Karate Austria. Eine kontinuierliche, partnerschaftliche Koordination, kein Befehlen von oben, kein Einzelkämpfertum unten, ist die Voraussetzung dafür, dass Bundesverband und Landesverbände als Einheit auftreten.
Projektüberwachung und -koordination. Großprojekte (von Bundesleistungszentren über Veranstaltungen bis hin zu Förderanträgen) brauchen jemanden, der den Überblick behält, Termine im Blick hat und sicherstellt, dass nichts liegenbleibt.
Mitgestaltung der sportpolitischen Ausrichtung. Karate Austria ist Teil eines größeren sportpolitischen Gefüges: Bund, Sport Austria, internationale Verbände. Wer diese Bühnen kennt und mitgestaltet, sichert die Position unseres Sports im österreichischen Sportwesen.